8 Fragen zum THG-Quotenhandel

1. Was ist der THG-Quotenhandel?

Um den Emissionsausstoß der Unternehmen der Mineralölwirtschaft zu verringern und nationale sowie internationale Klimaschutzziele zu erreichen, hat der Gesetzgeber sich dazu entschieden, die Treibhausgasemissionen der Mineralölwirtschaft künstlich zu begrenzen. Zu diesem Zweck wurde das Klimaschutzinstrument der THG-Quote eingeführt, welches die Mineralölwirtschaft dazu verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen, um einen jährlich steigenden prozentualen Wert zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden, können die betroffenen Unternehmen entweder selbst ausreichend Biokraftstoffe emittieren oder die Option des Quotenerwerbs von Dritten nutzen.

Letzterer Vorgang nennt sich THG-Quotenhandel.

2. Wie funktioniert der THG-Quotenhandel?

Die Emissionsminderungen der THG-Einsparer werden von einem Vermittler à la eQuota beim Bundesamt für Umwelt eingereicht und im Anschluss gebündelt an die quotenpflichtigen Käufer vermittelt. Die Bündelung ist hierbei notwendig, da der Quotenhandel eine Mindestmenge an THG-Zertifikaten voraussetzt, um attraktive Erlöse zu generieren.

Da die THG-Zertifikate außerbörslich (Over-the-Counter) verkauft werden, geht der Zuschlag immer an den Höchstbietenden. Der Gedanke hinter der Versteigerung knapper Ressourcen ist es, dass ein höherer Nutzen immer mit einer höheren Zahlungsbereitschaft einhergeht. Dies soll auf der einen Seite eine effiziente Verwendung der Ressource THG-Zertifikat gewährleisten und auf der anderen die Attraktivität von alternativen Kraftstoffen bzw. deren Infrastruktur steigern.

3. Welche Rolle nimmt die Elektromobilität beim THG-Quotenhandel ein?

Elektrischer Strom, welcher dem Stromnetz von privaten Haushalten, gewerblichen Unternehmen und sonstigen Abnehmern, für die Verwendung in E-Fahrzeugen entnommen wurde, kann auf die THG-Quote angerechnet werden. ¹ ²

Da konventionelle Kraftstoffe nur 6,5 % der gesamten THG-Quotenerfüllung ausmachen dürfen und eine Megawattstunde Ladestrom zudem wie drei Megawattstunden bei der Quotenerfüllung angerechnet wird, ermöglicht Ladestrom hohe Erlöse beim THG-Quotenhandel. Entsprechend nimmt die Elektromobilität gegenwärtig daher auch eine wichtige Rolle beim THG-Quotenhandel ein. ²

Abseits der Emissionsminderung durch Ladestrom existieren für Elektrofahrzeuge auch Pauschalwerte, die vom Bundesamt für Umwelt einmal jährlich als THG-Zertifikat beglaubigt und im Anschluss gehandelt werden können.

4. Welche Ziele werden mit dem THG-Quotenhandel verfolgt?

Mit dem THG-Quotenhandel werden im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt. ³

Auf energiepolitischer Ebene soll Deutschland durch einen höheren Anteil von nachhaltigen Biokraftstoffen und E-Mobilität zukünftig unabhängiger von fossilen Treibstoffen werden, um die eigene Versorgungssicherheit zu verbessern.

Auf umweltpolitischer Ebene wird eine Minderung der Treibhausgasemissionen beabsichtigt, um den Klimaschutz vorantreiben.

Rechtlich soll der THG-Quotenhandel damit sowohl der Kraftstoffqualitätsrichtlinie als auch der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der Europäischen Union national Rechnung tragen. ³

Da der maximale Anteil der Anrechnung von Biokraftstoffen auf 4,4 % der THG-Gesamtsumme begrenzt ist, müssen Unternehmen der Mineralölwirtschaft in der Regel zusätzlich THG-Zertifikate einkaufen, um einer Strafzahlung zu entgehen. ⁴ Das Instrument der THG-Quote regt den Umstieg auf alternative, klimaschonende Kraftstoffe auf zweierlei Weise an:

Einerseits durch einen direkten finanziellen Anreiz für die Akteure, welche auf die alternativen Kraftstoffe umsteigen und andererseits durch die indirekte Verteuerung der fossilen Kraftstoffe, auf deren Preis die quotenverpflichteten Unternehmen die Kosten für die Quotenerfüllung umlegen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

Alles Wissenswerte bezüglich der Treibhausgasminderungsquote finden Sie hier.

5. Welche Preise können beim THG-Quotenhandel erzielt werden?

In der Vergangenheit konnten wir für unsere Kunden die folgenden Erlöse pro Tonne CO₂ aushandeln. Wie zu erkennen, hat die Nachfrage nach THG-Zertifikaten seit 2018 stetig zugenommen.

Übersicht zu den in Deutschland erreichten Erlösen mit der THQ-Quote.

Wichtig: Da die Strafzahlung bei Nichterfüllung der THG-Quote bei 600€/tCO₂ liegt, kann der Zertifikatspreis auch nur maximal auf 600 Euro steigen.

6. Wie ermöglicht der Marktmechanismus „Preisbildung“ den THG-Quotenhandel?

Grundsätzlich lässt sich die Funktionsweise des Marktmechanismus Preisbildung auf zwei wesentliche Einflussfaktoren herunterbrechen:

Das Angebot und die Nachfrage nach dem Wirtschaftsgut THG-Zertifikat.

Die Menge, in welcher Mineralölkonzerne die THG-Zertifikate nachfragen, wird im Wesentlichen von der THG-Quote bestimmt. Da diese gemäß dem Bundestagsbeschluss vom 25. Mai 2021 jährlich angehoben wird, nimmt die Nachfrage auch jährlich zu.

Sofern des Weiteren die Nachfrage nach fossilen Kraftstoffen halbwegs konstant bleibt, führt dies zu einer Nachfragesteigerung nach THG-Zertifikaten bis zum Jahr 2030. Wenn die nachgefragte Menge zunimmt, verschiebt sich die Nachfragekurve nach rechts. Da ein gleichbleibendes Angebot nun einer höheren Nachfrage begegnet, steigt als Folge der Preis pro THG-Zertifikat.

Über das Angebot lassen sich hingegen schwieriger Prognosen treffen, da sowohl Materialkosten als auch Materialverfügbarkeit bei der Anschaffung essenzieller Infrastruktur (Ladesäulen etc.) eine wichtige Rolle spielen. Sicher ist nur, dass wenn der Preis der THG-Zertifikate aufgrund steigender Quotenanforderungen künstlich erhöht wird, das Angebot der entsprechenden Zertifikate ebenfalls zunehmen wird. Es werden mehr Ladesäulen gebaut und E-Fahrzeuge gekauft. Bei steigendem Angebot verschiebt sich die Angebotskurve nach rechts. Der Zertifikatspreis sinkt entsprechend auch wieder, da nun mehr Zertifikate erhältlich sind, wie an der folgenden Grafik zu erkennen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass steigende Quotenanforderungen zu einer Nachfragesteigerung führen, was sich gegenwärtig in steigenden Zertifikatspreisen zeigt. Langfristig führen attraktive Gewinne wiederum zu einer Angebotszunahme, die dafür sorgt, dass der Zertifikatspreis langsamer steigt, stagniert oder sogar sinkt.

Bei Betrachtung der Zertifikatspreise von 2018 – 2022 ist jedoch festzustellen, dass die Nachfrage gegenwärtig stärker steigt als das Angebot.

7. Ist privater THG-Quotenhandel möglich?

Aufgrund der für den THG-Quotenhandel notwendigen Zertifikatsbündelung ist privater THG-Handel leider nicht möglich. Da eQuota jedoch neben der Quotenbündelung auch digitale Prozesse, eine sehr hohe Marktkenntnis und ein breites Netzwerk an Quotenkäufern vorweisen kann, freuen sich unsere Kunden über maximalen Profit bei minimalem Aufwand.

8. Was hat es mit der eQuota THG-Quotenhandels-Plattform auf sich?

Damit alle Akteure unabhängig von ihrer Unternehmensgröße Großhandelspreise für die THG-Quote erzielen können, arbeitet das Team von eQuota fleißig an der Umsetzung einer Plattform für die Abwicklung des Quotenhandels.

Die eQuota Quotenhandels-Plattform wird Ihnen bei Einführung die folgenden vier Vorteile bieten:

(1) Rechtssicherheit durch die Bereitstellung standardisierter Verträge

(2) Ermöglichung von Großhandelspreisen für Verkäufer

(3) Aufwandsminimierung für quotenpflichtige Käufer

(5) Maximal reduzierte Kosten für alle Beteiligten

Die Plattform für den THG-Quotenhandel ist für uns ein besonders wichtiges Projekt, da ein transparenter und mit geringem administrativem Aufwand verbundener Quotenhandel für alle Beteiligten wesentliche Probleme/ Herausforderungen löst.

Sie sind ein gewerblicher Kunde und interessiert daran, wie viele Sie durch die THG-Quote profitieren können.

Hier können Sie die zu erwartenden Zusätzerlöse mit unserem Erlösrechner berechnen:

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