Umweltbundesamt THG-Quote:
Alles zu Zertifikaten, Aufgaben, Antragstellung und mehr!

Die europäische Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (RED II) definiert den Rahmen, in dem erneuerbare Energiequellen gefördert werden. Damit sollen Treibhausgasemissionen auf Grundlage verschiedener Klimaschutzvereinbarungen verringert werden. ¹

Um dieser Richtlinie Rechnung zu tragen, wurde vom Deutschen Bundestag 2021 ein Gesetz verabschiedet, dass die Treibhausgasemissionen der Mineralölwirtschaft künstlich begrenzen soll.

Inverkehrbringer von Kraftstoffen (z.B. Mineralölunternehmen) wurden gesetzlich dazu verpflichtet, die Treibhausgase der durch sie emittierten Kraftstoffe, um einen festgelegten Prozentsatz zu mindern. Dieser steigt bis 2030 jährlich an. ²

Da in Straßenfahrzeugen genutzter elektrischer Strom auf die THG-Quote anrechenbar ist, kann das Umweltbundesamt die eingesparten Treibhausgasemissionen schätzen und ein entsprechendes Zertifikat ausstellen.² 

Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte zu den Anforderungen des Umweltbundesamts an die Antragstellung dieser Zertifikate.

Umweltbundesamt THG-Quote Antrag: Dieser Strom kann für die THG-Quote zertifiziert werden!

Bei der Anrechenbarkeit von Strom auf die THG-Quote wird grundsätzlich nicht zwischen öffentlich und nicht-öffentlichen Ladepunkten unterschieden

Allerdings kann nicht-öffentlicher Strom nur über einen Pauschalwert pro zugelassenem E-Fahrzeug einmal jährlich angerechnet werden.²

Diese Anrechnungsart steht in Kontrast zu der direkten Anrechnung von öffentlich entnommenem Ladestrom, welcher mit jeder entnommenen MWh angerechnet werden kann.

Aufgaben des Umweltbundesamtes bei der Abwicklung der THG-Quote

Das Umweltbundesamt hat die Aufgabe, die Anrechnungsvoraussetzungen von elektrischem Strom auf die THG-Quote zu prüfen und im Anschluss ein entsprechendes Zertifikat auszustellen.

Das ausgestellte Zertifikat kann im Anschluss von einem quotenpflichtigen Unternehmen auf die THG-Quote angerechnet werden. ²

THG-Quote beantragen Umweltbundesamt: Wer ist antragsberechtigt?

Grundsätzlich verfügt nur der Ladepunktbetreiber oder ein von ihm beauftragter Dienstleister über die Berechtigung, ein Zertifikat für die entnommene energetische Menge zu beantragen.

Bei der pauschalen Anrechnung von E-Fahrzeugen gilt der Halter als Ladepunktbetreiber, auf den das Fahrzeug zugelassen ist. ²

So kann die THG-Quote beim Umweltbundesamt beantragt werden!

Der Ladepunktbetreiber hat bis zum 28. Februar des folgenden Jahres Zeit, die energetische Menge des im aktuellen Jahr entnommenen Stroms an das Umweltbundesamt zu melden.

Die energetische Menge wird hierbei in einer passenden Maßeinheit für den Energieverbrauch (beispielsweise Gigajoule) gemessen.

Zusätzlich sind die folgenden Unterlagen einzureichen: ² 

Unterlagen für die Anrechnung öffentliche Ladepunkte (gem. § 6 38. BImSchV) ³ Unterlagen für die Anrechnung nicht-öffentlicher Ladepunkte per Fahrzeugpauschale (gem. § 6 38. BImSchV) ³
Angaben über alle belieferten öffentlichen Ladepunkte:

  1. genaue Angabe der Standorte
  2. die entnommene energetische Menge in MWh
  3. der Zeitraum, in welchem die energetische Menge dem Ladepunkt entnommen wurde
Vorder- und Rückseite der Zulassungsbescheinigung Teil I


Gegenwärtig ist der Antrag noch
formlos möglich.

Allerdings behält sich das Umweltbundesamt die Möglichkeit vor, sowohl das Format als auch die Art und Weise der Datenübermittlung jederzeit anzupassen. ²

Sofern ein Antrag mehrere E-Fahrzeuge umfasst, bittet das Umweltbundesamt allerdings darum, eine auf der Webseite bereitgestellte Vorlage zu nutzen. ³

Wie schnell bearbeitet das Umweltbundesamt die eingereichten Anträge?

Da der Gesetzgeber keine feste Frist definiert ist, obliegt es dem Umweltbundesamt, die Anträge innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu bearbeiten.

THG-Quote beim Umweltbundesamt: Welche Behörde ist neben dem UBA an der Abwicklung der THG-Quote beteiligt?

Die tatsächliche Anrechnung der vom Umweltbundesamt ausgestellten Zertifikate auf die THG-Quote quotenpflichtiger Unternehmen fällt nicht in die Zuständigkeit des Umweltbundesamtes.

Stattdessen wird das Hauptzollamt Frankfurt tätig. ²

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Published On: 27. April 2022 / Categories: Uncategorized /

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