THG-Quote verkaufen Vergleich:
8 Tipps für E-Mobilisten beim Verkauf der THG-Quote!

Zum ersten Mal können E-Mobilsten in diesem Jahr ihre CO₂-Einsparungen in Form der THG-Quote verkaufen. Auf eigene Faust geht das allerdings nicht. Beim Verkauf helfen Anbieter, die auf die Vermarktung der THG-Quote spezialisiert sind. Doch nicht alle handeln allein im Sinne der Autofahrer. Wir erklären, worauf E-Auto-Fahrer und Ladesäulenbetreiber bei der Suche nach dem perfekten Quoten-Dienstleister achten sollten.

Sie werben mit Fixerlösen, die zu weit unter dem tatsächlichen Handelspreis liegen, oder Referenzpreisen, die das Risiko allein auf den Autofahrer abwälzen.

Sie werden von Mineralölmultis finanziert oder locken mit Spenden für gute Zwecke, die am Ende gar nicht so gut sind.

Klar ist: Auf dem Feld für Vermarktung und Verkauf von THG-Quoten tummeln sich derzeit auch unseriöse Anbieter.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Anbieter vergleichen können und worauf Sie bei der Wahl des richtigen Dienstleisters achten müssen.

Tipp 1: AGB lesen!

Klar, niemand wühlt sich gerne durch unzählige, klein gedruckte Seiten juristischer Texte.

Doch gerade weil der Handel mit THG-Quoten neu ist und die Rechtsprechung Unsicherheiten und unseriösen Geschäftsgebaren noch keinen Riegel vorschieben konnte, ist das Lesen der AGB hier ein Muss.

Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass die Anbieter:

  • unabhängig sind,
  • die THG-Quoten zu marktüblichen Preisen und nicht zu niedrigen Festerlösen abrechnen,
  • die Provisionen transparent kommunizieren
  • und nicht mit zusätzlichen Gebühren aufwarten.

Tipp 2: Erlösmodelle checken und Preisentwicklung beobachten!

Nahezu alle Anbieter offerieren neben den am Markt erzielbaren Verkaufserlösen auch Fixerlöse. Diese können natürlich erheblich unter den tagesaktuellen Marktpreisen liegen.

Mit den Festerlösen sollen sich E-Mobilisten sicher fühlen: Sie bekommen heute einen festen Betrag zugesagt und müssen sich nicht um Preisschwankungen sorgen.

Doch diese Sicherheit kostet auch mal bares Geld – vor allem dann, wenn Festerlös und Marktpreis weit auseinanderliegen.

Hier hilft es, einmal selbst auf die Preisentwicklung zu schauen.

Tipp 3: Steuerspartrick durchschauen!

Einnahmen aus sonstigen Einkünften müssen, sofern sie die Grenze von 256 Euro pro Jahr übersteigen, mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden.

Diese Regelung machen sich viele Anbieter zunutze und werben mit steuerfreien Festerlösen von 255 Euro pro Jahr.

Doch Achtung: Nicht immer fahren E-Mobilisten damit besser.

Je nach Einkommenssituation kann es sinnvoll sein, den höchstmöglichen Preis für die THG-Quote zu erzielen und die Steuer zu zahlen.

E-Mobilsten sollten deshalb bei der Wahl des Dienstleisters darauf achten, dass dieser einen Steuersparrechner anbietet, der transparent und auf den Einzelfall bezogen die mögliche Steuerschuld ermittelt und so die Wahl zwischen Best- und Festerlös erleichtert.

Tipp 4: Lange Vertragsbindung beachten!

Manche Anbieter locken mit mehreren Jahren Vertragsbindung.

Gerade in Kombination mit einem im Vorfeld festgelegten Fixerlös kann sich das für E-Mobilisten nachteilig auswirken.

Denn da die Mineralölmultis mit jedem Jahr immer mehr CO₂-Emissionen kompensieren müssen, erwarten Experten in den kommenden Jahren steigende Quotenpreise.

Wer sich heute auf einen Fixpreis für mehrere Jahre festlegt, hat im Zweifel dann das Nachsehen.

Tipp 5: Transparenz ist Trumpf!

Überhaupt ist Transparenz in diesem noch jungen Geschäftsfeld essenziell.

Während einige Anbieter aus der THG-Quote ein Mysterium machen und E-Mobilisten gegenüber so wenig wie nur irgend möglich preisgeben, sind andere darauf bedacht, ihre Kunden durch gezielte Wissensvermittlung dazu zu befähigen, selbstbestimmt und mit einem guten Gefühl die richtige Entscheidung zu treffen – und das auch noch in den kommenden Jahren.

Wie empfehlen Ihnen also generell: Augen auf beim THG-Quotenverkauf!

Worauf Sie dabei insbesondere achten müssen, erfahren Sie hier:

Tipp 6: Unabhängigkeit der THG-Quoten-Anbieter prüfen!

Um möglichst viele THG-Quoten zu erhalten und sich niedrige Preise zu sichern, beteiligen sich immer mehr Mineralölkonzerne an THG-Quoten-Vermarktern.

Für E-Mobilisten ist das kritisch, denn ihre Quote wird nicht zum Marktpreis verkauft, sondern geht oftmals exklusiv an den Konzern.

Den besten Preis erzielen sie so sicherlich nicht.

Deshalb lohnt es sich, vor der Quotenregistrierung zu prüfen, ob der auserwählte Anbieter tatsächlich unabhängig ist oder ob ein Ölmulti seine Finger im Spiel hat.

Hier kann ein Blick ins Impressum helfen: War der Geschäftsführer des THG-Quoten-Vermarkters früher bei einem Öl-Multi angestellt? Oder ist es gar immer noch?

In einem solchen Fall sollten E-Mobilisten zumindest hellhörig werden und genau nachfragen, was mit ihrer Quote eigentlich passiert.

Tipp 7: Nutzerfreundlichkeit der THG-Quoten-Plattform berücksichtigen!

Nahezu alle Anbieter haben in den vergangenen Monaten digitale Plattformen geschaffen, auf denen E-Mobilisten ihre Fahrzeuge registrieren und ihre THG-Quoten verwalten können.

Doch nicht jede Plattform ist wirklich nutzerfreundlich.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass:

  • die Bedienoberfläche intuitiv und einfach zu bedienen ist,
  • Datensätze aus vergangenen Jahren aufbewahrt und schnell wiedergefunden werden
  • und im Kundenportal schnell und übersichtlich aufgezeigt wird, was als Nächstes mit der Quote passiert und zu welchem Preis sie verkauft wurde.

Tipp 8: Sensible Daten schützen!

Mit der THG-Quoten-Plattform einher geht noch ein weiterer wichtiger Aspekt – der Datenschutz.

Bei der THG-Quoten-Registrierung müssen E-Mobilisten sensible Daten wie Wohnort und Bankverbindung sowie den Fahrzeugschein übermitteln.

Bei der Anbieterwahl sollten sie deshalb prüfen, ob der gewählte Dienstleister auch wirklich in der Lage ist, diese Daten zu schützen und sie nur verschlüsselt an die zuständigen Behörden weiterleitet.

Jetzt beraten lassen!

Nutzen Sie die THG-Quote, um die Verkehrswende und Ihr Unternehmen voranzubringen.

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